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July 14, 2017
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September 22, 2017
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DATEV LEXinform-Newsletter Ausgabe 38 | September 2017

Redaktion
September 22, 2017
DATEV
DATEV LEXinform-Newsletter Ausgabe 38 | September 2017


DATEV - Zukunft gestalten. Gemeinsam.

LEXinform-Newsletter






Ausgabe 38 | September 2017

Sehr geehrte Damen und Herren,

heute erhalten Sie Ihren wöchentlichen LEXinform Newsletter mit aktuellen Meldungen.

Ihre LEXinform Newsletter-Redaktion




Inhaltsverzeichnis




Steuern

Bundesfinanzhof

Zum Vorliegen eines Steuerstundungsmodells gemäß § 20 Abs. 2b EStG (§ 20 Abs. 7 EStG n.F.) bei hohen negativen Zwischengewinnen

Gewerblicher Grundstückshandel bei einem geplanten Objekt

Doppelte Haushaltsführung - notwendige Kosten der Unterkunft am Beschäftigungsort

Aufteilung des Ersatzwirtschaftswerts zur Bestimmung der Betriebsgröße bei Zupachtung

Berücksichtigung der Beiträge anderer Versorgungseinrichtungen bei der Anwendung der Öffnungsklausel

Unternehmensidentität bei einer gewerblich geprägten Personengesellschaft

Dachertüchtigung für eine Photovoltaikanlage

Umsatzsteuer: EuGH-Vorlagen zur Sollbesteuerung und zur Margenbesteuerung


Finanzgerichte

Entfernungspauschale gilt auch bei Hin- und Rückfahrt an verschiedenen Tagen

Erstattung von Kindergeld an den Sozialleistungsträger für den Monat der Geburt setzt Sozialleistungen für Folgemonat(e) voraus

Ausbildungskosten zum Hubschrauberpiloten für Durchführung von "Anti-Frost-Flügen" nicht abzugsfähig

Höhe der Nachzahlungszinsen ist verfassungsgemäß

Vorsteuerabzugsverbot bei fiktiver Steuerfreiheit von Ausgangsumsätzen

Steuerbefreiung von Umsätzen aus der Tätigkeit als Verfahrensbeistand gem. § 158 FamFG


Finanzverwaltung

Versorgungsleistungen ohne Ausscheiden aus dem Dienstverhältnis


Weitere Meldungen

Bei welchen Prüfungshandlungen ist eine Außenprüfung unterbrochen?




Recht

Arbeit und Soziales

Zum Kündigungsschutz für schwangere Arbeitnehmerinnen

Unbefristetes Arbeitsverhältnis bei unwirksamer Befristungsabrede

Mindestlohn - Feiertagsvergütung - Nachtarbeitszuschlag

Insolvenzanfechtung bei Ratenzahlungsvereinbarung mit Gerichtsvollzieher


Wirtschaftsrecht

Fremdabhebegebühren bei Geldautomaten - Sachstand


Zivilrecht

Rücktritt vom Erbvertrag wegen Verfehlungen

Testament bei Lähmung der rechten Hand

Oberlandesgericht Frankfurt am Main für strenge Prüfung der Testierfähigkeit beim Verdacht chronischer Wahnvorstellungen

Landgericht Berlin hält Vorschrift über Mietpreisbremse für verfassungswidrig




Wirtschaft

Finanzen

Aktualisierte, neue und gelöschte Förderprogramme von Bund, Land und EU


Personal

Spielraum bei der Vergütung des Geschäftsführers effektiv nutzen


Steuern




Bundesfinanzhof




LEXinform 0950075 | Einkommensteuer/Lohnsteuer

Zum Vorliegen eines Steuerstundungsmodells gemäß § 20 Abs. 2b EStG (§ 20 Abs. 7 EStG n.F.) bei hohen negativen Zwischengewinnen

Bundesfinanzhof, VIII-R-57/14, Urteil vom 28.06.2017

  1. Hohe (negative) Zwischengewinne beim Erwerb von Anteilen an einem Investmentfonds führen nicht ohne Weiteres zur Annahme eines Steuerstundungsmodells i.S. des § 20 Abs. 2b Satz 1 i.V.m. § 15b EStG.
  2. Eine Einschränkung der Verlustverrechnung folgt auch nicht aus § 20 Abs. 2b Satz 2 EStG, wenn der Steuerpflichtige positive Einkünfte aus den Fondsanteilen erzielt, die dem progressiven Einkommensteuertarif gemäß § 32a EStG unterliegen.

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LEXinform 0950342 | Einkommensteuer/Lohnsteuer

Gewerblicher Grundstückshandel bei einem geplanten Objekt

Bundesfinanzhof, X-R-6/15, Urteil vom 05.04.2017

  1. Auch ein gewerblicher Grundstückshandel setzt Gewinnerzielungsabsicht voraus.
  2. Die Gewinnerzielungsabsicht kann nachträglich entfallen.
  3. Obliegt es dem gewerblichen Händler zu bebauender Grundstücke, mit Rücksicht auf eine längere Verlustphase Umstrukturierungsmaßnahmen zu treffen, so hat er geänderte konkrete Nutzungskonzepte zu entwickeln und zu verfolgen.
  4. Die Hoffnung auf einen Veräußerungsgewinn jenseits einer Haltefrist von zehn Jahren ist regelmäßig privater Natur.
  5. Wird der Betrieb weder umstrukturiert noch aufgegeben, kommt es zum Strukturwandel zur Liebhaberei.

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LEXinform 0950437 | Einkommensteuer/Lohnsteuer

Doppelte Haushaltsführung - notwendige Kosten der Unterkunft am Beschäftigungsort

Bundesfinanzhof, VI-R-42/15, Beschluss vom 12.07.2017

Der im Rahmen einer doppelten Haushaltsführung als Werbungskosten zu berücksichtigende sog. Durchschnittsmietzins einer 60 qm-Wohnung am Beschäftigungsort kann nach dem im fraglichen Zeitraum gültigen Mietspiegel bemessen werden.


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LEXinform 0951125 | Einkommensteuer/Lohnsteuer

Aufteilung des Ersatzwirtschaftswerts zur Bestimmung der Betriebsgröße bei Zupachtung

Bundesfinanzhof, VI-R-97/13, Urteil vom 22.06.2017

Bei der Bestimmung der Betriebsgröße eines im Beitrittsgebiet gelegenen land- und forstwirtschaftlichen Betriebs nach § 7g Abs. 2 Nr. 1 Buchst. b EStG in der bis zum Inkrafttreten des Unternehmensteuerreformgesetzes 2008 vom 14. August 2007 (BGBl I 2007, 1912) maßgebenden Fassung ist bei der Pacht zusätzlichen Grund und Bodens der Ersatzwirtschaftswert nur im Verhältnis der eigenen Fläche zu der gepachteten Fläche anzusetzen (Anschluss an BFH-Urteil vom 6. März 2014 IV R 11/11, BFHE 244, 426).


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LEXinform 0934688 | Einkommensteuer/Lohnsteuer

Berücksichtigung der Beiträge anderer Versorgungseinrichtungen bei der Anwendung der Öffnungsklausel

Bundesfinanzhof, X-R-12/14, Urteil vom 03.05.2017

  1. Hat ein Steuerpflichtiger Beiträge an mehrere Versorgungseinrichtungen geleistet, bezieht er aber zunächst nur Renteneinnahmen aus einem einzigen Versorgungswerk, sind in die Prüfung der Voraussetzungen der Öffnungsklausel gemäß § 22 Nr. 1 Satz 3 Buchst. a Doppelbuchst. bb Satz 2 EStG alle von ihm geleisteten Beiträge an Versorgungseinrichtungen einzubeziehen, die zu Leibrenten und anderen Leistungen i.S. von § 22 Nr. 1 Satz 3 Buchst. a Doppelbuchst. aa EStG führen können.
  2. Die Nachweisobliegenheit und das Nachweisrisiko für das Vorliegen der Voraussetzungen einer steuerfreien Einlagenrückgewähr im Rahmen eines sog. Spin-off treffen den Anteilseigner (Bestätigung des BFH-Urteils vom 13. Juli 2016 VIII R 73/13, BFHE 254, 404).
  3. § 16 Abs. 4 EStG ist nicht dahingehend auszulegen, dass wirtschaftlich zusammenhängende Veräußerungen als eine einzige Veräußerung angesehen werden können.

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LEXinform 0934535 | Gewerbesteuer

Unternehmensidentität bei einer gewerblich geprägten Personengesellschaft

Bundesfinanzhof, IV-R-2/14, Urteil vom 04.05.2017

  1. Auch bei einer gewerblich geprägten Personengesellschaft (§ 15 Abs. 3 Nr. 2 Satz 1 EStG) ist die Unternehmensidentität Voraussetzung des Abzugs des Gewerbeverlustes nach § 10a GewStG.
  2. Die Unternehmensidentität kann deshalb fehlen, wenn eine Personengesellschaft zunächst originär gewerblich tätig ist, anschließend Einkünfte aus Gewerbebetrieb kraft gewerblicher Prägung erzielt und dabei Vorbereitungshandlungen hinsichtlich einer künftigen (wieder) originär gewerblichen Tätigkeit vornimmt.

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LEXinform 0951223 | Umsatzsteuer

Dachertüchtigung für eine Photovoltaikanlage

Bundesfinanzhof, V-R-59/16, Urteil vom 03.08.2017

Beim Vorsteuerabzug aus einer Werklieferung für die gesamte Dachfläche eines Gebäudes muss die Verwendungsmöglichkeit des gesamten Gebäudes in die durch § 15 Abs. 1 Satz 2 UStG vorgegebene Verhältnisrechnung einbezogen werden.


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LEXinform 0447110 | Umsatzsteuer

Umsatzsteuer: EuGH-Vorlagen zur Sollbesteuerung und zur Margenbesteuerung

Bundesfinanzhof, V-R-51/16, Pressemitteilung vom 20.09.2017

Der BFH zweifelt an der bislang uneingeschränkt angenommenen Pflicht zur Vorfinanzierung der Umsatzsteuer durch den zur Sollbesteuerung verpflichteten Unternehmer und am Ausschluss des ermäßigten Steuersatzes bei der Überlassung von Ferienwohnungen im Rahmen der sog. Margenbesteuerung. Er hat daher zwei Vorabentscheidungsersuchen an den EuGH gerichtet.


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Finanzgerichte




LEXinform 0447088 | Einkommensteuer/Lohnsteuer

Entfernungspauschale gilt auch bei Hin- und Rückfahrt an verschiedenen Tagen

Finanzgericht Münster, 6-K-3009/15, Mitteilung vom 15.09.2017

Das FG Münster entschied, dass die Entfernungspauschale für Fahrten eines Flugbegleiters zum Beschäftigungsort auch dann nur einmal zu gewähren ist, wenn die Rückfahrt nicht am selben Tag vorgenommen wird wie die Hinfahrt.


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LEXinform 0447090 | Einkommensteuer/Lohnsteuer

Erstattung von Kindergeld an den Sozialleistungsträger für den Monat der Geburt setzt Sozialleistungen für Folgemonat(e) voraus

Finanzgericht Münster, 7-K-561/17, Mitteilung vom 15.09.2017

Laut FG Münster kann das Kindergeld für den Monat der Geburt eines Kindes grundsätzlich nur dann an den Sozialleistungsträger erstattet werden, wenn sich der Berechtigte mindestens auch im Folgemonat noch im Sozialleistungsbezug befindet.


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LEXinform 0447091 | Einkommensteuer/Lohnsteuer

Ausbildungskosten zum Hubschrauberpiloten für Durchführung von "Anti-Frost-Flügen" nicht abzugsfähig

Finanzgericht Münster, 4-K-2867/16, Mitteilung vom 15.09.2017

Das FG Münster entschied, dass ein Betriebsausgabenabzug für Ausbildungskosten zum Hubschrauberpiloten, um hiermit "Anti-Frost-Flüge" über eigenen Weihnachtsbaumkulturen durchzuführen, nicht in Betracht kommt.


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LEXinform 0447087 | Steuerliches Verfahrensrecht

Höhe der Nachzahlungszinsen ist verfassungsgemäß

Finanzgericht Münster, 10-K-2472/16, Mitteilung vom 15.09.2017

Das FG Münster entschied, dass die Höhe der Nachzahlungszinsen von 6 % in den Jahren 2012 bis 2015 noch verfassungsgemäß ist.


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LEXinform 5020444 | Umsatzsteuer

Vorsteuerabzugsverbot bei fiktiver Steuerfreiheit von Ausgangsumsätzen

Finanzgericht Köln, 8-K-1890/14, Urteil vom 07.04.2017

  1. Die fiktive Steuerfreiheit der Ausgangsumsätze der Stpfl., wären sie im Inland erfolgt, hat zur Folge, dass die Vorsteuern, die die Stpfl. für die auf ihre Eingangsleistungen entfallende Umsatzsteuer im Streitjahr geltend macht, gem. § 15 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 UStG 2009 nicht abzugsfähig ist. Das Vorsteuerabzugsverbot gem. § 15 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 UStG ist rechtmäßig.
  2. § 4 Nr. 8 Buchst. h UStG 2009 setzt Art. 135 Abs. 1 Buchst. g MwStSystRL in nationales Recht um. Gem. Art. 135 Abs. 1 Buchst. g MwStSystRL ist die Verwaltung von durch die Mitgliedstaaten als solche definierten Sondervermögen steuerfrei. Der deutsche Gesetzgeber hat das Sondervermögen in rechtmäßiger Ausübung seiner unionsrechtlichen Definitionsbefugnis i.S.v. Art. 135 Abs. 1 Buchst. g MwStSystRL in § 4 Nr. 8 Buchst. h UStG 2009 als Investmentvermögen nach dem Investmentgesetz definiert.

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LEXinform 5020445 | Umsatzsteuer

Steuerbefreiung von Umsätzen aus der Tätigkeit als Verfahrensbeistand gem. § 158 FamFG

Finanzgericht Köln, 9-K-3140/14, Urteil vom 17.05.2017

  1. Die Beteiligten gehen übereinstimmend davon aus, dass die tatbestandlichen Voraussetzungen des allein in Betracht kommenden § 4 Nr. 25 UStG nicht vorliegen, so dass eine Steuerfreiheit nach nationalen Befreiungsvorschriften ausscheidet.
  2. Bei der Tätigkeit als Verfahrensbeistand gem. § 158 FamFG handelt es sich nicht um eine eng mit der Sozialfürsorge und der sozialen Sicherheit verbundene Dienstleistung i.S.d. Art. 132 Abs. 1 Buchst. g MwStSystRL. Entgegen der Auffassung der Stpfl. ist die Tätigkeit als Verfahrensbeistand nicht allein aus dem Grund eng mit der Sozialfürsorge und der sozialen Sicherheit verbunden, weil sie als Aufgabe der Jugendhilfe in § 2 Abs. 3 i.V.m. § 50 SGB VIII erwähnt ist.

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Finanzverwaltung




LEXinform 5236398 | Einkommensteuer/Lohnsteuer

Versorgungsleistungen ohne Ausscheiden aus dem Dienstverhältnis

Bundesministerium der Finanzen, IV C 6 - S-2176 / 07 / 10006, Schreiben (koordinierter Ländererlass) vom 18.09.2017

Das BMF nimmt im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung zur bilanzsteuerrechtlichen Berücksichtigung von Versorgungsleistungen, die ohne die Voraussetzung des Ausscheidens aus dem Dienstverhältnis gewährt werden, und von vererblichen Versorgungsanwartschaften Stellung.


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Weitere Meldungen




LEXinform 0653266 | Steuerliches Verfahrensrecht

Bei welchen Prüfungshandlungen ist eine Außenprüfung unterbrochen?

Deubner Verlag, Anmerkung vom 19.09.2017

Eine Außenprüfung wird durch Prüfungshandlungen für lediglich ein Jahr eines mehrjährigen Prüfungszeitraums nicht unterbrochen.


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Recht




Arbeit und Soziales




LEXinform 0447079 | EU-Arbeit/Soziales

Zum Kündigungsschutz für schwangere Arbeitnehmerinnen

Europäischer Gerichtshof, C-103/16, Pressemitteilung vom 14.09.2017

Nach Ansicht von EuGH-Generalanwältin Sharpston ist eine Massenentlassung nicht immer ein "Ausnahmefall", der die Kündigung von schwangeren Arbeitnehmerinnen erlaubt.


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LEXinform 1660187 | Arbeitsrecht

Unbefristetes Arbeitsverhältnis bei unwirksamer Befristungsabrede

Bundesarbeitsgericht, 7-AZR-797/14, Urteil vom 14.12.2016

1. Die Befristung des Arbeitsvertrags bedarf nach § 14 Abs. 4 TzBfG der Schriftform. Diese erfordert grundsätzlich nach § 126 Abs. 2 Satz 1 BGB die Unterzeichnung der Befristungsabrede durch beide Parteien auf derselben Urkunde. Werden mehrere gleichlautende Urkunden erstellt, genügt es, wenn jede Partei die für die andere Partei bestimmte Urkunde unterzeichnet (§ 126 Abs. 2 Satz 2 BGB).

2. Die Schriftform ist nicht gewahrt, wenn der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer vor Vertragsbeginn eine von ihm nicht unterzeichnete, die Befristungsabrede enthaltende Vertragsurkunde übergibt, der Arbeitnehmer die Vertragsurkunde unterzeichnet an den Arbeitgeber zurückgibt, der Arbeitnehmer zu dem in der Vertragsurkunde bezeichneten Vertragsbeginn die Arbeit aufnimmt und ihm die auch vom Arbeitgeber unterzeichnete Vertragsurkunde erst zu einem späteren Zeitpunkt zugeht....


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LEXinform 0447117 | Arbeitsrecht

Mindestlohn - Feiertagsvergütung - Nachtarbeitszuschlag

Bundesarbeitsgericht, 10-AZR-171/16, Pressemitteilung vom 20.09.2017

Laut BAG bestimmt sich die Höhe der Entgeltfortzahlung an Feiertagen - soweit kein höherer tariflicher oder vertraglicher Vergütungsanspruch besteht - nach § 2 EFZG i. V. m. § 1 MiLoG. Sieht ein Tarifvertrag einen Nachtarbeitszuschlag vor, der auf den tatsächlichen Stundenverdienst zu zahlen ist, ist auch dieser mindestens aus dem gesetzlichen Mindestlohn zu berechnen.


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LEXinform 0447115 | Arbeitsrecht

Insolvenzanfechtung bei Ratenzahlungsvereinbarung mit Gerichtsvollzieher

Bundesarbeitsgericht, 6-AZR-58/16, Pressemitteilung vom 20.09.2017

Erhält der Arbeitnehmer in der sog. "kritischen Zeit", d. h. in den letzten drei Monaten vor dem Antrag auf Insolvenzeröffnung oder in der Zeit danach, Zahlungen des Arbeitgebers, die nicht in der geschuldeten Art erfolgen (inkongruente Deckung), kann der Insolvenzverwalter die Zahlungen nach Maßgabe des § 131 InsO zur Masse zurückfordern (Insolvenzanfechtung). So das BAG.


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Wirtschaftsrecht




LEXinform 0447093 | Wettbewerbs-/Kartellrecht

Fremdabhebegebühren bei Geldautomaten - Sachstand

Bundeskartellamt, Pressemitteilung vom 15.09.2017

Das Bundeskartellamt hat eine umfassende Untersuchung zu der Frage der Entgelte bei Geldabhebungen an Automaten von fremden Geldinstituten abgeschlossen. Das Bundeskartellamt ist der Auffassung, dass eine staatliche Regulierung der Fremdabhebeentgelte derzeit nicht zielführend wäre.


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Zivilrecht




LEXinform 0447083 | Erbrecht

Rücktritt vom Erbvertrag wegen Verfehlungen

Oberlandesgericht Köln, 2-Wx-147/17, Pressemitteilung vom 14.09.2017

Laut OLG Köln ist ein Rücktritt vom Erbvertrag wegen Verfehlungen des Vertragspartners nur wirksam, wenn Verfehlungen nachgewiesen werden, die auch die Entziehung des Pflichtteils rechtfertigen würden.


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LEXinform 0447118 | Erbrecht

Testament bei Lähmung der rechten Hand

Oberlandesgericht Köln, 2-Wx-149/17, Pressemitteilung vom 20.09.2017

Auch ein mit der linken Hand geschriebenes Testament kann gültig sein. Darauf wies das OLG Köln hin.


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LEXinform 0447103 | Erbrecht

Oberlandesgericht Frankfurt am Main für strenge Prüfung der Testierfähigkeit beim Verdacht chronischer Wahnvorstellungen

Oberlandesgericht Frankfurt am Main, 20-W-188/16, Pressemitteilung vom 19.09.2017

Setzt eine Erblasserin, die zu Lebzeiten unter Bestehlungsängsten litt und deshalb Detektive beschäftigte, diese Detektive als ihre Erben ein, ist konkret zu prüfen, ob die Erblasserin infolge krankhafter Wahnvorstellungen testierunfähig war. So entschied das OLG Frankfurt a. M..


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LEXinform 0447108 | Miet-/Immobilienrecht

Landgericht Berlin hält Vorschrift über Mietpreisbremse für verfassungswidrig

Landgericht Berlin, 67-O-149/17, Pressemitteilung vom 19.09.2017

Das LG Berlin hält die Vorschrift im Bürgerlichen Gesetzbuch über die sog. Mietpreisbremse (§ 556d BGB) für verfassungswidrig.


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Wirtschaft




Finanzen





Aktualisierte, neue und gelöschte Förderprogramme von Bund, Land und EU

DATEV Redaktion LEXinform, Übersicht vom 18.09.2017

Die Förderlandschaft in Deutschland und der EU unterliegt einem ständigen Wandel. Die folgende Übersicht informiert Sie über die zuletzt aktualisierten oder neu aufgenommenen Förderprogramme


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Personal





Spielraum bei der Vergütung des Geschäftsführers effektiv nutzen

DATEV Redaktion LEXinform, Pressemitteilung vom 19.09.2017

Wer sich nur an den Durchschnittsvergütungen orientiert um ein vGA-Risiko zu vermeiden, tut das zu Gunsten des Fiskus und verspielt Steuersparchancen seiner Gesellschaft. Ob ein GmbH-Chef 70.000 oder 130.000 Euro verdient, ist im Einzelfall eine Frage des Informationsstandes. Die Pressemeldung verrät Jahresfestgehälter aus der Vergütungsstudie 2017 (Datenerhebung 2016). Die Studie "Welche Vergütungen GmbH-Geschäftsführer erhalten" (inkl. interaktiver CD) wird herausgegeben von BBE media, dem Deutschen Steuerberaterverband und dem Handelsblatt.


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Tagged: DATEV LEXinform-Newsletter Ausgabe 38 | September 2017

Redaktion
September 17, 2017
DATEV

DATEV LEXinform-Newsletter Ausgabe 37 | September 2017

Redaktion
September 17, 2017
DATEV
DATEV LEXinform-Newsletter Ausgabe 37 | September 2017


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Ausgabe 37 | September 2017

Sehr geehrte Damen und Herren,

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Inhaltsverzeichnis




Steuern

Bundesfinanzhof

Fondsgesellschaften - Verklammerung der Teilakte zu einer einheitlichen Tätigkeit - Zuordnung des Verkaufs des Anlagevermögens im Zuge der Betriebseinstellung zur laufenden Geschäftstätigkeit

Fondsgesellschaften - Verklammerung der Teilakte zu einer einheitlichen Tätigkeit - Überschreiten privater Vermögensverwaltung

Gewerbliche Prägung einer "Einheits-GmbH & Co. KG"

Vergeblicher Aufwand im Hinblick auf eine angestrebte Vorstandsposition sowie zum Erwerb einer Beteiligung am künftigen Arbeitgeber

Anwendung des § 8b Abs. 5 Satz 1 KStG auf nach § 3 Nr. 41 Buchst. a EStG steuerfreie Gewinnausschüttungen

Ergänzungsbilanz eines persönlich haftenden Gesellschafters einer KGaA bei die Einlage übersteigenden Anschaffungskosten

Keine Unterbrechung der Außenprüfung bei nur ein Prüfungsjahr betreffenden Prüfungshandlungen

Wiesnbrezn auf dem Oktoberfest steuerbegünstigt

Zur Steuerbefreiung der Verwaltung von Unterstützungskassen


Finanzgerichte

Steuerliche Berücksichtigung selbst getragener Krankheitskosten zur Erlangung einer Beitragsrückerstattung

Besteuerung der Übertragung eines Zeitwertkonto-Guthabens bei Arbeitgeberwechsel

Übergang des Verlustabzugs bei Einbringung des Betriebes einer Kapitalgesellschaft in eine Personengesellschaft

Zinssatz gemäß § 238 Abs. 1 AO von 6% p.a. bis September 2014 verfassungsgemäß

Spontanauskunft des deutschen Fiskus nach EU-Amtshilfegesetz


Finanzverwaltung

Anwendungsfragen zum Investmentsteuergesetz in der am 1.1.2018 geltenden Fassung (InvStG 2018)


Weitere Meldungen

Einkommensteuerermäßigung für gewerbliche Einkünfte




Recht

Arbeit und Soziales

Keine Sperrzeit nach Altersteilzeit


Wirtschaftsrecht

Unwirksamkeit mehrerer Entgeltklauseln einer Sparkasse


Zivilrecht

Fluggastrechte bei "Wet Lease"




Wirtschaft

Branchen

EBIT- und Umsatzmultiplikatoren aktualisiert, Stand September 2017


Standorte

Datenbasierte Wertermittlung von Wohnimmobilien


Steuern




Bundesfinanzhof




LEXinform 0934534 | Einkommensteuer/Lohnsteuer

Fondsgesellschaften - Verklammerung der Teilakte zu einer einheitlichen Tätigkeit - Zuordnung des Verkaufs des Anlagevermögens im Zuge der Betriebseinstellung zur laufenden Geschäftstätigkeit

Bundesfinanzhof, IV-R-6/14, Urteil vom 08.06.2017

  1. Besteht das Geschäftskonzept einer Fondsgesellschaft (GmbH & Co. KG) in dem Ankauf, der Vermietung und dem Verkauf beweglicher Wirtschaftsgüter, ist eine Verklammerung dieser Teilakte zu einer einheitlichen Tätigkeit rechtlich nur dann zulässig, wenn bereits im Zeitpunkt der Aufnahme der Geschäftstätigkeit festgestanden hat, dass sich das erwartete positive Gesamtergebnis nur unter Einbeziehung des Erlöses aus dem Verkauf der vermieteten (verleasten) Wirtschaftsgüter erzielen lässt (insoweit inhaltsgleich mit BFH-Urteil vom 8. Juni 2017 IV R 30/14).
  2. Die Verklammerung der Teilakte bedingt, dass der Verkauf der vermieteten (verleasten) Wirtschaftsgüter als Teilakt der laufenden Geschäftstätigkeit anzusehen ist, selbst wenn die bisherige unternehmerische Tätigkeit insgesamt eingestellt wird....

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LEXinform 0934834 | Einkommensteuer/Lohnsteuer

Fondsgesellschaften - Verklammerung der Teilakte zu einer einheitlichen Tätigkeit - Überschreiten privater Vermögensverwaltung

Bundesfinanzhof, IV-R-30/14, Urteil vom 08.06.2017

  1. Besteht das Geschäftskonzept einer Fondsgesellschaft (GmbH & Co. KG) in dem Ankauf, der Vermietung und dem Verkauf beweglicher Wirtschaftsgüter, ist eine Verklammerung dieser Teilakte zu einer einheitlichen Tätigkeit rechtlich nur dann zulässig, wenn bereits im Zeitpunkt der Aufnahme der Geschäftstätigkeit festgestanden hat, dass sich das erwartete positive Gesamtergebnis nur unter Einbeziehung des Erlöses aus dem Verkauf der vermieteten (verleasten) Wirtschaftsgüter erzielen lässt (insoweit inhaltsgleich mit BFH-Urteil vom 8. Juni 2017 IV R 6/14).
  2. Die Verklammerung der Teilakte bedingt, dass die Grenze der privaten Vermögensverwaltung überschritten wird.

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LEXinform 0934942 | Einkommensteuer/Lohnsteuer

Gewerbliche Prägung einer "Einheits-GmbH & Co. KG"

Bundesfinanzhof, IV-R-42/14, Urteil vom 13.07.2017

Der gewerblichen Prägung einer "Einheits-GmbH & Co. KG" steht nicht entgegen, dass der im Grundsatz allein geschäftsführungsbefugten Komplementärin im Gesellschaftsvertrag der KG die Geschäftsführungsbefugnis betreffend die Ausübung der Gesellschafterrechte aus oder an den von der KG gehaltenen Geschäftsanteilen an der Komplementär-GmbH entzogen und diese auf die Kommanditisten übertragen wird.


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LEXinform 0950742 | Einkommensteuer/Lohnsteuer

Vergeblicher Aufwand im Hinblick auf eine angestrebte Vorstandsposition sowie zum Erwerb einer Beteiligung am künftigen Arbeitgeber

Bundesfinanzhof, VI-R-1/16, Urteil vom 17.05.2017

  1. Erwerbsaufwand ist den Einkünften zuzurechnen, zu denen der engere und wirtschaftlich vorrangige Veranlassungszusammenhang besteht.
  2. Aufwendungen eines Arbeitnehmers zum Erwerb einer Beteiligung an seinem (ggf. künftigen) Arbeitgeber sind regelmäßig auch dann nicht als (vorab entstandene) Werbungskosten bei den Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit abzugsfähig, wenn die Zahlung Voraussetzung für den Abschluss des Anstellungsvertrags ist. Derartige Aufwendungen sind abzugrenzen von solchen im Zusammenhang mit einer Bürgschaftsübernahme oder Darlehensgewährung eines Arbeitnehmers zugunsten seines Arbeitgebers.

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LEXinform 0950680 | Körperschaftsteuer

Anwendung des § 8b Abs. 5 Satz 1 KStG auf nach § 3 Nr. 41 Buchst. a EStG steuerfreie Gewinnausschüttungen

Bundesfinanzhof, I-R-84/15, Urteil vom 26.04.2017

Das in § 8b Abs. 5 Satz 1 KStG geregelte pauschale Betriebsausgabenabzugsverbot ist auf Gewinnausschüttungen anzuwenden, die nach § 3 Nr. 41 Buchst. a EStG steuerfrei geblieben wären.


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LEXinform 0950985 | Körperschaftsteuer

Ergänzungsbilanz eines persönlich haftenden Gesellschafters einer KGaA bei die Einlage übersteigenden Anschaffungskosten

Bundesfinanzhof, I-R-41/16, Urteil vom 15.03.2017

  1. Die Einlage eines persönlich haftenden Gesellschafters einer KGaA übersteigende Anschaffungskosten sind in einer Ergänzungsbilanz zu erfassen.
  2. Aus einer solchen Ergänzungsbilanz folgende Gewinnminderungen und Gewinnerhöhungen wirken sich weder auf den Betriebsvermögensvergleich der KGaA noch auf den Gewinnanteil i.S. des § 9 Abs. 1 Nr. 1 KStG und des § 8 Nr. 4 GewStG aus, sondern gehen ausschließlich in die Ermittlung der Einkünfte i.S. des § 15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 EStG und des Gewerbeertrags des persönlich haftenden Gesellschafters ein....

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LEXinform 0950651 | Steuerliche Betriebsprüfung

Keine Unterbrechung der Außenprüfung bei nur ein Prüfungsjahr betreffenden Prüfungshandlungen

Bundesfinanzhof, I-R-76/15, Urteil vom 26.04.2017

  1. Auch sog. qualifizierte Prüfungshandlungen, die nur ein Prüfungsjahr betreffen, führen dazu, dass die Außenprüfung insgesamt - also auch bezogen auf andere Prüfungsjahre - als nicht unmittelbar nach dem Prüfungsbeginn unterbrochen i.S. des § 171 Abs. 4 Satz 2 AO gilt.
  2. Die Entgegennahme von Buchführungsdaten am Prüfungsort ist eine vom Prüfer veranlasste und damit für den Steuerpflichtigen erkennbar auf die Ermittlung des Steuerfalls gerichtete Handlung, die dem von der Rechtsprechung als qualifizierte Prüfungshandlung anerkannten Verlangen nach der Übergabe von Belegen und Unterlagen gleichsteht.
  3. Wurden Buchführungsdaten vor ihrem Ausdruck zunächst in ein Programm eingelesen und dann programmseitig einer Plausibilitätskontrolle unterzogen, liegt eine dem Prüfer zuzurechnende qualifizierte Prüfungshandlung vor.

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LEXinform 0447070 | Umsatzsteuer

Wiesnbrezn auf dem Oktoberfest steuerbegünstigt

Bundesfinanzhof, V-R-15/17, Pressemitteilung vom 13.09.2017

Verkauft ein Brezelverkäufer auf den Oktoberfest in Festzelten "Wiesnbrezn" an die Gäste des personenverschiedenen Festzeltbetreibers, ist der ermäßigte Umsatzsteuersatz von 7 % für Lebensmittel anzuwenden. Der BFH hat die Rechtsauffassung der Finanzverwaltung zurückgewiesen, die im Verkauf der Brezeln durch den Brezelverkäufer einen restaurantähnlichen Umsatz gesehen hatte, der dem Regelsteuersatz von 19 % unterliegen sollte.


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LEXinform 0950928 | Umsatzsteuer

Zur Steuerbefreiung der Verwaltung von Unterstützungskassen

Bundesfinanzhof, XI-R-22/15, Urteil vom 26.07.2017

Die Verwaltungsleistungen von betrieblichen Versorgungseinrichtungen sind jedenfalls dann nicht nach § 4 Nr. 8 Buchst. h UStG steuerfrei, sondern umsatzsteuerpflichtig, wenn die Arbeitnehmer kein Anlagerisiko tragen und der Arbeitgeber zur Zahlung an das Altersversorgungssystem gegenüber seinen Arbeitnehmern gesetzlich verpflichtet ist.


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Finanzgerichte




LEXinform 5020433 | Einkommensteuer/Lohnsteuer

Steuerliche Berücksichtigung selbst getragener Krankheitskosten zur Erlangung einer Beitragsrückerstattung

Finanzgericht Berlin-Brandenburg, 11-K-11327/16, Urteil vom 19.04.2017

  1. Nur solche Ausgaben sind als Beiträge zu Krankenversicherungen i.S. des § 10 Abs. 1 Nr. 3 Satz 1 Buchst. a EStG anzusehen, die zumindest im Zusammenhang mit der Erlangung des Versicherungsschutzes stehen und damit - als Vorsorgeaufwendungen - letztlich der Vorsorge dienen. Daher kann ein (privat) krankenversicherter Steuerpflichtiger Krankheitskosten, die er selbst trägt, um im darauf folgenden Kalenderjahr Beitragsrückerstattungen zu erhalten, nicht als Sonderausgaben abziehen.
  2. Ein Abzug als außergewöhnliche Belastung scheidet auch dann aus, wenn der Steuerpflichtige aus nachvollziehbaren wirtschaftlichen Gründen auf ihm zustehende Ersatzansprüche verzichtet, etwa wenn ein privat Krankenversicherter Krankheitskosten nicht bei der Versicherung einreicht, um eine Beitragsrückerstattung des Krankenversicherers zu erhalten.

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LEXinform 5020435 | Einkommensteuer/Lohnsteuer

Besteuerung der Übertragung eines Zeitwertkonto-Guthabens bei Arbeitgeberwechsel

Finanzgericht Baden-Württemberg, 12-K-1044/15, Urteil vom 22.06.2017

  1. Die Übertragung eines Guthabens auf einem Zeitwertkonto bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses auf einen neuen Arbeitgeber ist nicht steuerbar. Der neue Arbeitgeber tritt an die Stelle des bisherigen Arbeitgebers und übernimmt dessen Verpflichtungen aus dem Wertguthaben im Wege der Schuldübernahme. Leistungen aus dem Wertguthaben durch den neuen Arbeitgeber gehören zu den Einkünften aus nichtselbstständiger Arbeit.
  2. Als Arbeitslohn zu versteuern ist noch nicht die Gutschrift auf dem Zeitwertkonto, sondern erst die Auszahlung aus diesem.
  3. Wird der Betrag auf dem Zeitwertkonto verzinst, so sind die nach Ablauf des Ausgleichszeitraums ausgezahlten Zinsen keine Einkünfte aus Kapitalvermögen, sondern durch das Dienstverhältnis veranlasste Einkünfte aus nichtselbstständiger Tätigkeit, die im Zeitpunkt der Auszahlung und nicht schon im Moment der Gutschrift auf dem Konto zu versteuern sind.

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LEXinform 5020432 | Gewerbesteuer

Übergang des Verlustabzugs bei Einbringung des Betriebes einer Kapitalgesellschaft in eine Personengesellschaft

Finanzgericht Baden-Württemberg, 10-K-3703/14, Urteil vom 30.01.2017

  1. Bei Einbringung eines Betriebes in eine Personengesellschaft kann der in dem Unternehmen vor Einbringung entstandene Fehlbetrag auf Ebene der Personengesellschaft auch weiterhin insgesamt, jedoch nur von dem Betrag abgezogen werden, der vom gesamten Gewerbeertrag entsprechend dem Gewinnverteilungsschlüssel auf den oder die einbringenden Mitunternehmer entfällt.
  2. Das Merkmal der Unternehmensidentität bleibt bei der Einbringung eines Betriebes in eine Personengesellschaft auch dann von Bedeutung, wenn Einbringender eine Kapitalgesellschaft ist.

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LEXinform 5020405 | Steuerliches Verfahrensrecht

Zinssatz gemäß § 238 Abs. 1 AO von 6% p.a. bis September 2014 verfassungsgemäß

Finanzgericht Köln, 1-K-3648/14, Urteil vom 27.04.2017

Der Zinssatz von 6% p.a. (0,5 % p.m.) gemäß § 238 Abs. 1 AO ist jedenfalls für Zinszeiträume bis September 2014 verfassungsgemäß.


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LEXinform 5020406 | Steuerliches Verfahrensrecht

Spontanauskunft des deutschen Fiskus nach EU-Amtshilfegesetz

Finanzgericht Köln, 2-K-2733/13, Urteil vom 14.03.2017

  1. Eine Spontanauskunft des deutschen Fiskus an Steuerbehörden eines anderen Mitgliedstaats (hier Spanien) nach dem EU-Amtshilfegesetz ist bereits dann zulässig, wenn der mitgeteilte Sachverhalt im Rahmen einer Prognoseentscheidung zu einer Besteuerung in dem anderen Mitgliedstaat führen kann.
  2. Es kommt nicht darauf an, ob in dem anderen Mitgliedstaat eine Besteuerung wahrscheinlich ist.

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Finanzverwaltung




LEXinform 5236395 | Einkommensteuer/Lohnsteuer

Anwendungsfragen zum Investmentsteuergesetz in der am 1.1.2018 geltenden Fassung (InvStG 2018)

Bundesministerium der Finanzen, IV C 1 - S-1980-1 / 16 / 10010 :001, Schreiben (koordinierter Ländererlass) vom 14.06.2017

Das BMF hat zur Ermittlung des nach § 20 InvStG i. V. m. § 2 Abs. 6 - 9 InvStG anwendbaren Teilfreistellungssatzes gegenüber den Verbänden Stellung genommen. Erläutert wird, unter welchen Voraussetzungen ein Aktienfonds, ein Mischfonds oder ein Immobilienfonds vorliegt, auf den die Teilfreistellung nach § 20 InvStG anzuwenden ist.


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Weitere Meldungen




LEXinform 0653250 | Einkommensteuer/Lohnsteuer

Einkommensteuerermäßigung für gewerbliche Einkünfte

Deubner Verlag, Anmerkung vom 12.09.2017

Die Steuerermäßigung für Einkünfte aus Gewerbebetrieb wird bei mehreren gewerblichen Unternehmen betriebsbezogen und nicht gesellschafterbezogen ermittelt.


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Recht




Arbeit und Soziales




LEXinform 0447068 | Sozialrecht

Keine Sperrzeit nach Altersteilzeit

Bundessozialgericht, B-11-AL-25/16-R, Pressemitteilung vom 12.09.2017

Das BSG hat entschieden, dass eine Sperrzeit nicht eintritt, wenn eine Arbeitnehmerin am Ende der Altersteilzeit entgegen ihrer ursprünglichen Planung nicht sofort Altersrente in Anspruch nimmt, sondern zunächst Arbeitslosengeld beantragt, weil sie - bedingt durch eine Gesetzesänderung - zu einem späteren Zeitpunkt abschlagsfrei in Rente gehen kann.


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Wirtschaftsrecht




LEXinform 0447069 | Finanzdienstleistungen

Unwirksamkeit mehrerer Entgeltklauseln einer Sparkasse

Bundesgerichtshof, XI-ZR-590/15, Pressemitteilung vom 12.09.2017

Der BGH hat entschieden, dass mehrere vorformulierte Entgeltklauseln einer Sparkasse unwirksam sind und deshalb gegenüber Verbrauchern nicht verwendet werden dürfen.


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Zivilrecht




LEXinform 0447071 | Vertragsrecht

Fluggastrechte bei "Wet Lease"

Bundesgerichtshof, X-ZR-102/16, Pressemitteilung vom 13.09.2017

Der BGH hat entschieden, dass der Anspruch auf Ausgleichsleistung nach der Fluggastrechteverordnung nicht gegenüber dem Luftfahrtunternehmen, dessen Flugzeug und Besatzung aufgrund einer "Wet-Lease-Vereinbarung" eingesetzt wurden, geltend zu machen ist, sondern gegenüber dem Luftfahrtunternehmen, bei dem der Fluggast den Flug gebucht hat.


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Wirtschaft




Branchen





EBIT- und Umsatzmultiplikatoren aktualisiert, Stand September 2017

DATEV Redaktion LEXinform, Übersicht vom 01.09.2017

Für die Anwendung der Multiplikatormethode bei der Unternehmensbewertung können Sie auf die aktuellen "Multiples" zu 16 Hauptbranchen der deutschen Wirtschaft zurückgreifen. Die aktuelle Tabelle bezieht sich auf Werte vom September 2017.


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Standorte





Datenbasierte Wertermittlung von Wohnimmobilien

DATEV-Recherche-Dienst, Produktinformation vom 11.09.2017

Unter steuerlichen Aspekten spielt bei der Wertermittlung von Wohnimmobilien insbesondere der gemeine Wert der Immobilie eine Rolle. Er ist lt. § 9 BewG "… der Preis, der im gewöhnlichen Geschäftsverkehr nach der Beschaffenheit des Wirtschaftsgutes bei einer Veräußerung zu erzielen wäre. Dabei sind alle Umstände, die den Preis beeinflussen, zu berücksichtigen…". In die Ermittlung fließen die Marktfähigkeit und die genaue Beschaffenheit als Bewertungskriterien ein.


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Tagged: DATEV LEXinform-Newsletter Ausgabe 37 | September 2017

Redaktion
September 11, 2017
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DATEV LEXinform-Newsletter Ausgabe 36 | September 2017

Redaktion
September 11, 2017
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DATEV LEXinform-Newsletter Ausgabe 36 | September 2017


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Ausgabe 36 | September 2017

Sehr geehrte Damen und Herren,

heute erhalten Sie Ihren wöchentlichen LEXinform Newsletter mit aktuellen Meldungen.

Ihre LEXinform Newsletter-Redaktion




Inhaltsverzeichnis




Steuern

Bundesfinanzhof

Wegzugsbesteuerung gemäß § 6 AStG - Keine Berücksichtigung fiktiver Veräußerungsverluste

Steuerermäßigung für gewerbliche Einkünfte

Zur unmittelbaren Berücksichtigung nacherklärter Veräußerungsverluste im Verlustfeststellungsbescheid

Tatsächliche Verständigung; Subsidiarität der Feststellungsklage

Zur Umsatzsteuerbefreiung für Umsätze der ambulanten Pflege


Finanzgerichte

Besteuerung einer einmaligen Kapitalabfindung laufender Ansprüche gegen eine Pensionskasse

Austrittsleistung der Schweizer Pensionskasse im sog. Freizügigkeitsfall unterliegt der deutschen Besteuerung

Doppelbesteuerungsabkommen sperrt nationale Einkünftekorrektur

FG Hamburg legt weiteres Verfahren zum Verlustabzug bei Kapitalgesellschaften dem BVerfG vor


Finanzverwaltung

Änderung des Anwendungserlasses zur Abgabenordnung (AEAO)


Weitere Meldungen

Bei welchen Mandanten könnte zu prüfen sein, ob bei Ableistung eines Dienstes im Katastrophenschutz Kindergeld auch über das 25. Lebensjahr hinaus gewährt werden kann?

Ist § 50 Abs. 1 Satz 3 EStG europarechtswidrig?




Recht

Arbeit und Soziales

Lebensalter als Kriterium der Sozialauswahl bei fristgerechten Kündigungen

Dynamik einer Verweisungsklausel nach Betriebsübergang

Befristung - Eigenart der Arbeitsleistung - Schauspieler in einer Krimiserie


Wirtschaftsrecht

YouTube und Google müssen E-Mail-Adresse ihrer Nutzer bei Urheberrechtsverstoß mitteilen


Zivilrecht

Anfechtung einer Erbschaft bei überschuldetem Nachlass

"Schlemmerblock" - Vertragsstrafe für Gastwirt?




Wirtschaft

Branchen

Aktualisierte Branchenreports des Deutschen Sparkassenverlags

Aktuelle Ergebnisse des ifo-Konjunkturtests Einzelhandel


Steuern




Bundesfinanzhof




LEXinform 0950373 | Einkommensteuer/Lohnsteuer

Wegzugsbesteuerung gemäß § 6 AStG - Keine Berücksichtigung fiktiver Veräußerungsverluste

Bundesfinanzhof, I-R-27/15, Urteil vom 26.04.2017

§ 6 Abs. 1 Satz 1 AStG ist auch nach den Modifikationen durch das SEStEG dahin auszulegen, dass er nur für die Fälle auf § 17 EStG verweist, in denen der gemeine Wert der Anteile zu dem für die Besteuerung maßgebenden Zeitpunkt die Anschaffungskosten übersteigt (Anschluss an das Senatsurteil vom 28. Februar 1990 I R 43/86, BFHE 160, 180, BStBl II 1990, 615).


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LEXinform 0950407 | Einkommensteuer/Lohnsteuer

Steuerermäßigung für gewerbliche Einkünfte

Bundesfinanzhof, X-R-12/15, Urteil vom 20.03.2017

  1. Die Begrenzung des Steuerermäßigungsbetrags nach § 35 Abs. 1 Satz 5 EStG ist betriebsbezogen zu ermitteln.
  2. Bei mehrstöckigen Mitunternehmerschaften ist der für den Schlussgesellschafter festgestellte anteilige Gewerbesteuer-Messbetrag zum Zwecke dieser Ermittlung aufzuteilen, soweit er auf verschiedene Mitunternehmerschaften entfällt.

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LEXinform 0950699 | Einkommensteuer/Lohnsteuer

Zur unmittelbaren Berücksichtigung nacherklärter Veräußerungsverluste im Verlustfeststellungsbescheid

Bundesfinanzhof, VIII-R-40/15, Urteil vom 09.05.2017

Die Änderung eines Bescheides über die gesonderte Feststellung des verbleibenden Verlustvortrages gemäß § 20 Abs. 6 Satz 4 i.V.m. § 10d Abs. 4 EStG ist ausgeschlossen, wenn der (nacherklärte) Verlust bei der Ermittlung der der Abgeltungsteuer unterliegenden Einkünfte in der bestandskräftigen Einkommensteuerfestsetzung nicht berücksichtigt worden ist, eine Änderung des Einkommensteuerbescheides nach Maßgabe der Änderungsvorschriften der AO ausgeschlossen ist und auch die Voraussetzungen des § 10d Abs. 4 Satz 5 EStG nicht vorliegen.


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LEXinform 5020402 | Steuerliches Verfahrensrecht

Tatsächliche Verständigung; Subsidiarität der Feststellungsklage

Bundesfinanzhof, III-B-144/16, Beschluss vom 12.06.2017

  1. Die Voraussetzungen der Wirksamkeit einer tatsächlichen Verständigung werden im Verfahren über die Anfechtung des hierauf gestützten Festsetzungs- oder Feststellungsbescheids inzident geprüft.
  2. Eine tatsächliche Verständigung stellt keinen Verwaltungsakt i.S. der §§ 41 Abs. 2 Satz 2 FGO, 118 Satz 1 AO dar.
  3. Hat der Steuerpflichtige die auf eine tatsächliche Verständigung gestützten Festsetzungs- und Feststellungsbescheide mangels Einlegung eines Einspruchs bestandskräftig werden lassen, ist bei einer auf Feststellung der Unwirksamkeit der tatsächlichen Verständigung gerichteten Klage auch dann die Subsidiaritätsklausel des § 41 Abs. 2 Satz 1 FGO zu beachten, wenn der Steuerpflichtige die tatsächliche Verständigung mit einem Einspruch angreift und das Finanzamt diesen als unzulässig verwirft.

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LEXinform 0950024 | Umsatzsteuer

Zur Umsatzsteuerbefreiung für Umsätze der ambulanten Pflege

Bundesfinanzhof, XI-R-23/14, Urteil vom 28.06.2017

Leistungen der sog. 24-Stunden-Pflege von privatrechtlichen Einrichtungen zur ambulanten Pflege waren in den Jahren 2005 und 2006 nur dann umsatzsteuerfrei, wenn im Vorjahr oder im jeweiligen Kalenderjahr die Pflegekosten in mindestens 40 % der Pflegefälle von den gesetzlichen Trägern der Sozialversicherung oder Sozialhilfe ganz oder zum überwiegenden Teil getragen worden sind. Diese Einschränkung ist weder unionsrechtswidrig noch verfassungswidrig.


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Finanzgerichte




LEXinform 5020396 | Einkommensteuer/Lohnsteuer

Besteuerung einer einmaligen Kapitalabfindung laufender Ansprüche gegen eine Pensionskasse

Niedersächsisches Finanzgericht, 4-K-254/15, Urteil vom 28.09.2016

  1. Einmalige Kapitalzahlungen als Leistung aus Pensionskassen können zu den sonstigen Einkünften i. S. des § 2 Abs. 1 Nr. 7 EStG gehören.
  2. Die einmalige Kapitalabfindung laufender Ansprüche gegen eine Pensionskasse, die der betrieblichen Altersversorgung dient, unterliegt jedenfalls dann dem regulären Einkommensteuer-Tarif, wenn das Kapitalwahlrecht schon in der ursprünglichen Versorgungsregelung enthalten war.
  3. Außerordentliche Einkünfte können nur dann vorliegen, wenn die zu begünstigenden Einkünfte in einem einzigen VZ zu erfassen sind und durch die Zusammenballung von Einkünften erhöhte steuerliche Belastungen entstehen können.

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LEXinform 5020385 | Einkommensteuer/Lohnsteuer

Austrittsleistung der Schweizer Pensionskasse im sog. Freizügigkeitsfall unterliegt der deutschen Besteuerung

Finanzgericht Baden-Württemberg, 3-K-1989/15, Urteil vom 13.07.2017

  1. Die auf dem Obligatorium beruhende Austrittsleistung der Schweizer Pensionskasse im sog. Freizügigkeitsfall - Austritt des Arbeitnehmers aufgrund der Beendigung seines Arbeitsverhältnisses und endgültigen Verlassens der Schweiz - unterliegt als Leistung der gesetzlichen Rentenversicherung der deutschen Besteuerung. Sie ist keine mit einer Kapitalabfindung der deutschen gesetzlichen Rentenversicherung im Sinne des § 3 Nr. 3 EStG vergleichbare Leistung.
  2. Gründe im Rahmen der Auslegung des § 3 Nr. 3 EStG, die Austrittsleistung aus einer privatrechtlichen Pensionskasse anders zu bewerten als die Austrittsleistung aus einer öffentlich-rechtlichen Pensionskasse, sind nicht ersichtlich.

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LEXinform 0447035 | Internationales Steuerrecht

Doppelbesteuerungsabkommen sperrt nationale Einkünftekorrektur

Finanzgericht Düsseldorf, 6-K-896/17-K-G, Mitteilung vom 04.09.2017

Das FG Düsseldorf hat entschieden, dass eine Einkünftekorrektur nach § 1 AStG nach der Rechtsprechung des BFH im Fall eines Doppelbesteuerungsabkommens durch den Grundsatz des "dealing at arm`s length" nur dann ermöglicht werde, wenn der zwischen den verbundenen Unternehmen vereinbarte Preis (im Streitfall: Darlehenszins) seiner Höhe nach dem Fremdvergleichsmaßstab nicht standhalte. Eine Einkünftekorrektur wegen fehlender Besicherung scheide hingegen aus.


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LEXinform 0447028 | Körperschaftsteuer

FG Hamburg legt weiteres Verfahren zum Verlustabzug bei Kapitalgesellschaften dem BVerfG vor

Finanzgericht Hamburg, 2-K-245/17, Pressemitteilung vom 30.08.2017

Das FG Hamburg hat das BVerfG zu der Frage angerufen, ob § 8c Satz 2 KStG in der Fassung des Unternehmensteuerreformgesetzes 2008 (jetzt § 8c Abs. 1 Satz 2 KStG) verfassungswidrig ist. Hiervon ist das FG Hamburg überzeugt.


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Finanzverwaltung




LEXinform 5236374 | Steuerliches Verfahrensrecht

Änderung des Anwendungserlasses zur Abgabenordnung (AEAO)

Bundesministerium der Finanzen, IV A 3 - S-0062 / 17 / 10001, Schreiben (koordinierter Ländererlass) vom 07.08.2017

Das BMF hat den Anwendungserlass zur Abgabenordnung (AEAO) in verschiedenen Punkten geändert.


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Weitere Meldungen




LEXinform 2300017 | Einkommensteuer/Lohnsteuer

Bei welchen Mandanten könnte zu prüfen sein, ob bei Ableistung eines Dienstes im Katastrophenschutz Kindergeld auch über das 25. Lebensjahr hinaus gewährt werden kann?

DATEV Redaktion LEXinform, Produktinformation vom 06.09.2017

Den Aufruf dieser aktuellen Auswertung sowie Informationen zum Daten-Analyse-System finden Sie im Dokument 2300017 in LEXinform/Info-Datenbank.


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LEXinform 0653249 | Einkommensteuer/Lohnsteuer

Ist § 50 Abs. 1 Satz 3 EStG europarechtswidrig?

Deubner Verlag, Anmerkung vom 05.09.2017

Das Finanzgericht Köln holt eine Vorabentscheidung des EuGH dazu ein, ob § 50 Abs. 1 Satz 3 EStG bezüglich der beschränkten Abzugsfähigkeit von Altersvorsorgeaufwendungen europarechtswidrig ist.


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Recht




Arbeit und Soziales




LEXinform 1661696 | Arbeitsrecht

Lebensalter als Kriterium der Sozialauswahl bei fristgerechten Kündigungen

Bundesarbeitsgericht, 2-AZR-67/16, Urteil vom 27.04.2017

Ein regelaltersrentenberechtigter Arbeitnehmer ist in einer Sozialauswahl nach § 1 Abs. 3 Satz 1 KSchG hinsichtlich des Kriteriums "Lebensalter" deutlich weniger schutzbedürftig als ein Arbeitnehmer, der noch keine Altersrente beanspruchen kann.


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LEXinform 0447024 | Arbeitsrecht

Dynamik einer Verweisungsklausel nach Betriebsübergang

Bundesarbeitsgericht, 4-AZR-95/14, Pressemitteilung vom 30.08.2017

Das BAG hat entschieden, dass eine zwischen dem Betriebsveräußerer und dem Arbeitnehmer einzelvertraglich vereinbarte Klausel, die dynamisch auf einen Tarifvertrag verweist, ihre Dynamik im Arbeitsverhältnis mit dem Betriebserwerber nicht allein aufgrund des Betriebsübergangs verliert.


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LEXinform 0447025 | Arbeitsrecht

Befristung - Eigenart der Arbeitsleistung - Schauspieler in einer Krimiserie

Bundesarbeitsgericht, 7-AZR-864/15, Pressemitteilung vom 30.08.2017

Das BAG hat entschieden, dass die Eigenart der Arbeitsleistung i.S.v. § 14 Abs. 1 Satz 2 Nr. 4 TzBfG die Befristung des Arbeitsvertrags einer Filmproduktionsgesellschaft mit einem Schauspieler sachlich rechtfertigen kann, der aufgrund einer Vielzahl von befristeten Arbeitsverträgen langjährig in derselben Rolle einer Krimiserie beschäftigt wurde.


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Wirtschaftsrecht




LEXinform 0447041 | Urheber-/Marken-/Patentrecht

YouTube und Google müssen E-Mail-Adresse ihrer Nutzer bei Urheberrechtsverstoß mitteilen

Oberlandesgericht Frankfurt am Main, 11-U-71/16, Pressemitteilung vom 04.09.2017

Das OLG Frankfurt am Main hat YouTube und Google verpflichtet, die E-Mail-Adresse ihrer Nutzer im Fall einer Urheberrechtsverletzung bekanntzugeben. Zugleich hat es festgestellt, dass über die Telefonnummer und die zugewiesene IP-Adresse keine Auskunft zu erteilen ist.


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Zivilrecht




LEXinform 0447040 | Erbrecht

Anfechtung einer Erbschaft bei überschuldetem Nachlass

Oberlandesgericht Köln, 2-Wx-109/17, Pressemitteilung vom 04.09.2017

Ein Irrtum über die Überschuldung des Nachlasses berechtigt zur Anfechtung der Annahme einer Erbschaft, wenn er auf falschen Vorstellungen hinsichtlich der Zusammensetzung des Nachlasses beruhte. So entschied das OLG Köln.


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LEXinform 0447027 | Vertragsrecht

"Schlemmerblock" - Vertragsstrafe für Gastwirt?

Bundesgerichtshof, VII-ZR-308/16, Pressemitteilung vom 31.08.2017

Der BGH hat entschieden, dass in Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Herausgebers des Gutscheinheftes "Schlemmerblock" eine Vertragsstrafe von 2.500 € für jeden vorsätzlichen Vertragsverstoß des Gastwirts nicht wirksam vereinbart werden kann.


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Wirtschaft




Branchen





Aktualisierte Branchenreports des Deutschen Sparkassenverlags

Deutscher Sparkassen- und Giroverband e. V., Übersicht vom 29.08.2017

Im August wurden vom Deutschen Sparkassen- und Giroverband e. V. diese Branchenreports aktualisiert: Einzelhandel mit Blumen und Pflanzen, Fitnesscenter, Gastronomie - Speisen und Getränke, Herstellung von elektrischen Ausrüstungen, Logistik, Personenbeförderung, Textil und Bekleidung


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Aktuelle Ergebnisse des ifo-Konjunkturtests Einzelhandel

DATEV Redaktion LEXinform, Übersicht vom 29.08.2017

In LEXinform Wirtschaft stehen für 32 Branchen des Einzelhandels die Ergebnisse des ifo-Konjunkturtests für den Monat August 2017 zur Verfügung.


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Tagged: DATEV LEXinform-Newsletter Ausgabe 36 | September 2017

Redaktion
September 3, 2017
DATEV

DATEV LEXinform-Newsletter Ausgabe 35 | September 2017

Redaktion
September 3, 2017
DATEV
DATEV LEXinform-Newsletter Ausgabe 35 | September 2017


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Ausgabe 35 | September 2017

Sehr geehrte Damen und Herren,

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Inhaltsverzeichnis




Steuern

Bundesfinanzhof

Änderung der Schenkungsteuerfestsetzung für den Vorerwerb kein rückwirkendes Ereignis

Kein Abzug anteiliger Vorsteuern aus der Errichtung eines Verwaltungsgebäudes einer Lotsenbrüderschaft beim Seelotsen

Zum Vorsteuerabzug einer Gemeinde aus den Herstellungskosten einer Sporthalle


Finanzgerichte

Steuerermäßigung für außerhalb des Haushalts erbrachte Handwerkerleistungen

Nachträglicher Pensionsanspruch eines Gesellschafter-Geschäftsführers

Teilwertabschreibung einer Darlehensforderung gegen Tochtergesellschaft in Großbritannien

Verlustverrechnung im Organkreis bei dauerdefizitären kommunalen Eigengesellschaften

EuGH-Vorlage zur Erhebung von Mitarbeiter-Steuerdaten durch den Zoll

Auslagerung von Buchführungsarbeiten an mehrere GmbH & Co.KGs durch Steuerberatungs-GmbH als Gestaltungsmissbrauch

Kindergeldrückforderung - Berücksichtigung einer unzureichenden Behördenzusammenarbeit


Weitere Meldungen

Grenzüberschreitende Steuergestaltungen bald anzeigepflichtig?

Sonderausgaben: Kein Abzug für Versorgungsrente bei fortbestehender Geschäftsführerstellung

Umsatzsteuerpflicht von Versandapotheken aus dem Ausland




Recht

Arbeit und Soziales

Pfändungsschutz für Sonntags-, Feiertags- und Nachtarbeitszulagen

Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung gilt auch bei Auslandsaufenthalt

Tierärztin nicht rentenversicherungspflichtig


Zivilrecht

Wirksamkeit eines Nottestaments vor drei Zeugen




Wirtschaft

Finanzen

Aktualisierte, neue und gelöschte Förderprogramme von Bund, Land und EU


Unternehmen

Schwacke - Neuwagen-Zulassungen und Prognose 7/2017 – Diesel unter Druck


Steuern




Bundesfinanzhof




LEXinform 0950544 | Steuerliches Verfahrensrecht

Änderung der Schenkungsteuerfestsetzung für den Vorerwerb kein rückwirkendes Ereignis

Bundesfinanzhof, II-R-45/15, Urteil vom 12.07.2017

Die erstmalige oder geänderte Steuerfestsetzung für den Vorerwerb ist kein rückwirkendes Ereignis, das die Änderung der Steuerfestsetzung für den nachfolgenden Erwerb zulässt.


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LEXinform 0950093 | Umsatzsteuer

Kein Abzug anteiliger Vorsteuern aus der Errichtung eines Verwaltungsgebäudes einer Lotsenbrüderschaft beim Seelotsen

Bundesfinanzhof, XI-R-40/14, Urteil vom 31.05.2017

Umsatzsteuer auf von einer Lotsenbrüderschaft bezogene Eingangsleistungen, die sie zur Erfüllung ihrer hoheitlichen Selbstverwaltungsaufgaben verwendet, kann der der Lotsenbrüderschaft zugehörige Seelotse nach anteiliger Umlegung auf ihn -auch unter Beachtung des Grundsatzes der Neutralität der Mehrwertsteuer- nicht als Vorsteuer abziehen.


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LEXinform 0950454 | Umsatzsteuer

Zum Vorsteuerabzug einer Gemeinde aus den Herstellungskosten einer Sporthalle

Bundesfinanzhof, XI-R-12/15, Urteil vom 28.06.2017

  1. Eine Gemeinde ist zum teilweisen Vorsteuerabzug aus den Herstellungskosten einer Sporthalle, die sie (auch) Vereinen gegen eine nicht kostendeckende Nutzungspauschale überlässt, berechtigt, wenn die Prüfung aller Umstände ergibt, dass der für eine wirtschaftliche Tätigkeit der Gemeinde erforderliche unmittelbare Zusammenhang zwischen Nutzungsüberlassung und Entgelt nicht gelöst ist.
  2. Bei einer defizitären Leistungstätigkeit von Gemeinden im Rahmen der Daseinsvorsorge ist die Mindestbemessungsgrundlage des § 10 Abs. 5 UStG grundsätzlich nicht (entsprechend) anwendbar.

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Finanzgerichte




LEXinform 5020346 | Einkommensteuer/Lohnsteuer

Steuerermäßigung für außerhalb des Haushalts erbrachte Handwerkerleistungen

Finanzgericht Nürnberg, 4-K-16/17, Urteil vom 04.08.2017

1. Die tarifliche Einkommensteuer nach § 35a Abs. 3 EStG ist nicht um Werkleistungen zu ermäßigen, die außerhalb des Haushalts in der Betriebsstätte des Handwerkers erbracht werden - hier: Herstellung einer Haustür in Abgrenzung zur Montage der Haustür.

2. Die Grenzen des Haushalts im Sinne des § 35a Abs. 4 EStG werden allerdings nicht ausnahmslos durch die Grundstücksgrenzen abgesteckt. Vielmehr kann auch die Inanspruchnahme von Handwerkerleistungen, die jenseits der Grundstücksgrenze auf fremdem, beispielsweise öffentlichem Grund erbracht werden, nach § 35a Abs. 3 und Abs. 4 EStG begünstigt sein, wenn es sich dabei um Leistungen handelt, die in unmittelbarem räumlichen Zusammenhang zum Haushalt durchgeführt werden und dem Haushalt dienen.


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LEXinform 5020316 | Einkommensteuer/Lohnsteuer

Nachträglicher Pensionsanspruch eines Gesellschafter-Geschäftsführers

Schleswig-Holsteinisches Finanzgericht, 1-K-201/14, Urteil vom 04.07.2017

Hat ein Gesellschaftsgeschäftsführer die ihm zugesagte Pension mit Vollendung seines 65. Lebensjahres erdient und arbeitet er anschließend mit einem neuen Geschäftsführeranstellungsvertrag in Teilzeit und mit reduzierten Bezügen weiter, so ist sein Pensionsanspruch nicht gemäß der in der Pensionszusage enthaltenen Obergrenze auf 75 % der reduzierten (Teilzeit-)Bezüge gedeckelt.

Eine Vertragsklausel, wonach Pensionsleistungen der Gesellschaft erst dann erbracht werden, wenn der Gesellschaftergeschäftsführer keine Gehaltszahlungen oder entsprechende Zahlungen von der Gesellschaft mehr erhält, ist dahin auszulegen, dass ein bereits erdienter Pensionsanspruch lediglich im Umfang des tatsächlich gezahlten (Teilzeit-)Gehalts aufgeschoben ist.

Eine Abweichung von dem Grundsatz der Erdienbarkeit einer nachträglichen Pensionserhöhung ist nicht allein unter dem Gesichtspunkt der Gleichbehandlung der Gesellschaftergeschäftsführer gerechtfertigt.


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LEXinform 5020286 | Internationales Steuerrecht

Teilwertabschreibung einer Darlehensforderung gegen Tochtergesellschaft in Großbritannien

Finanzgericht Düsseldorf, 6-K-896/17-K-G, Urteil vom 27.06.2017

Der abkommensrechtliche Grundsatz des "dealing at arm's length" nach Art. 9 Abs. 1 OECD-MA (hier nach Art. IV DBA Großbritannien) ermöglicht keine Korrektur der Teilwertabschreibung einer Darlehensforderung einer inländischen Muttergesellschaft gegen deren Tochtergesellschaft in Großbritannien nach § 1 Abs. 1 AStG wegen fehlender Besicherung (Anschluss an BFH-Urteil vom 17.12.2014, I R 23/13, BStBl. II 2016, 261).


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LEXinform 5020366 | Körperschaftsteuer

Verlustverrechnung im Organkreis bei dauerdefizitären kommunalen Eigengesellschaften

Finanzgericht Düsseldorf, 6-K-1900/15-K, Urteil vom 30.06.2017

  1. Die Begrenzung der Verlustverrechnung im Organkreis zwischen gewinnbringenden und dauerdefizitären kommunalen Eigengesellschaften durch die Spartentrennung nach § 8 Abs. 9 KStG 2009 ist nach der Übergangsregelung des § 34 Abs. 6 Satz 5 KStG 2009 bis einschließlich zum Veranlagungszeitraum 2011 nicht anzuwenden, wenn bei der Veranlagung des Organträgers vor dem 18. Juni 2008 derartige Verlustverrechnungen durch den Ansatz verdeckter Gewinnausschüttungen ausgeglichen worden sind.
  2. Die Einschränkung des Anwendungsbereichs der Übergangsregelung in Tz 55, 57 des BMF-Schreibens vom 12.11.2009 (BStBl I 2009, 1303) auf Fälle, in denen vor dem 18. Juni 2008 die Rechtsfolgen der verdeckten Gewinnausschüttung nicht gezogen worden sind, findet im Gesetz keine Stütze.

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LEXinform 0447011 | Sonstiges Steuerrecht

EuGH-Vorlage zur Erhebung von Mitarbeiter-Steuerdaten durch den Zoll

Finanzgericht Düsseldorf, 4-K-1404/17-Z, Pressemitteilung vom 28.08.2017

Das FG Düsseldorf hat dem EuGH die Frage vorgelegt, ob es mit Europäischem Recht vereinbar ist, dass die Zollbehörden Unternehmen zur Mitteilung der Steuerdaten der Mitglieder ihrer Aufsichtsräte und (leitenden) Angestellten auffordern.


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LEXinform 5020383 | Steuerliches Verfahrensrecht

Auslagerung von Buchführungsarbeiten an mehrere GmbH & Co.KGs durch Steuerberatungs-GmbH als Gestaltungsmissbrauch

Finanzgericht Berlin-Brandenburg, 7-K-7096/15, Urteil vom 21.06.2017

  1. Bei Anwendung des § 42 AO im Umsatzsteuerrecht sind die unionsrechtlichen Vorgaben zu Missbrauchssachverhalten, wie sie vom EuGH verbindlich ausgelegt werden, zu beachten. § 42 AO ist im Umsatzsteuerrecht also nach Maßgabe der Rechtsprechung des EuGH zu prüfen....

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LEXinform 5020317 | Steuerliches Verfahrensrecht

Kindergeldrückforderung - Berücksichtigung einer unzureichenden Behördenzusammenarbeit

Schleswig-Holsteinisches Finanzgericht, 1-K-34/16, Urteil vom 04.07.2017

Die Ablehnung des Erlasses einer Kindergeldrückforderung ist ermessensfehlerhaft, wenn sie allein auf eine Verletzung von Informationspflichten gemäß § 68 Abs. 1 EStG gestützt ist, obwohl der Kindergeldempfänger den das Kindergeld anrechnenden Sozialleistungsträger ordnungsgemäß über den kindergeldrelevanten Sachverhalt informiert hat (entgegen Abschnitt V 25 DA-KG 2016). Bei der Entscheidung über den Erlassantrag gemäß § 227 AO sind die jeweiligen Verursachungsbeiträge von Kindergeldempfänger, Familienkasse und Sozialleistungsträger abzuwägen. Dabei ist auch eine unzureichende Behördenzusammenarbeit zu berücksichtigen.


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Weitere Meldungen




LEXinform 0447005 | Sonstiges Steuerrecht

Grenzüberschreitende Steuergestaltungen bald anzeigepflichtig?

Deutscher Steuerberaterverband e. V., Mitteilung vom 21.08.2017

Nach dem Willen der EU-Kommission sollen grenzüberschreitende Steuergestaltungen den Finanzbehörden künftig angezeigt werden. Der DStV nimmt zu ihrem Richtlinienentwurf umfangreich Stellung. Zudem appelliert er an den deutschen Gesetzgeber, keinen nationalen Alleingang zu forcieren.


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LEXinform 0653247 | Einkommensteuer/Lohnsteuer

Sonderausgaben: Kein Abzug für Versorgungsrente bei fortbestehender Geschäftsführerstellung

Deubner Verlag, Anmerkung vom 29.08.2017

Wird ein mehr als 50 % großer GmbH-Anteil durch vorweggenommene Erbfolge übertragen, so ist die Versorgungsrente nur dann als Sonderausgabe abziehbar, wenn der Übergeber kein Geschäftsführer mehr ist.


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LEXinform 0447010 | Umsatzsteuer

Umsatzsteuerpflicht von Versandapotheken aus dem Ausland

Landessozialgericht Rheinland-Pfalz, L-5-KR-105/16, Pressemitteilung vom 28.08.2017

Eine Versandapotheke aus dem europäischen Ausland kann bei ihrer Abrechnung mit der zuständigen Krankenkasse nicht den Arzneimittelpreis einschließlich Umsatzsteuer verlangen, wenn anders als bei einer Apotheke aus dem Inland nicht sie, sondern die Krankenkasse für die Lieferung umsatzsteuerpflichtig ist. So entschied das LSG Rheinland-Pfalz.


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Recht




Arbeit und Soziales




LEXinform 0447002 | Arbeitsrecht

Pfändungsschutz für Sonntags-, Feiertags- und Nachtarbeitszulagen

Bundesarbeitsgericht, 10-AZR-859/16, Pressemitteilung vom 23.08.2017

Hinsichtlich der Frage, in welchem Umfang und welcher Höhe Zuschläge für Sonntags-, Feiertags- und Nachtarbeit als "üblich" und damit unpfändbar i. S. v. § 850a Nr. 3 ZPO anzusehen sind, kann an die Regelung in § 3b EStG angeknüpft werden. So entschied das BAG.


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LEXinform 0447009 | Sozialrecht

Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung gilt auch bei Auslandsaufenthalt

Landessozialgericht Rheinland-Pfalz, L-5-KR-135/16, Pressemitteilung vom 25.08.2017

Eine in Deutschland getroffene Feststellung von Arbeitsunfähigkeit als Grundlage für den Erhalt von Krankengeld verliert grundsätzlich ihre Wirkung nicht dadurch, dass sich der Versicherte danach überwiegend im EU-Ausland aufhält. So entschied das LSG Rheinland-Pfalz.


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LEXinform 0447007 | Sozialrecht

Tierärztin nicht rentenversicherungspflichtig

Hessisches Landessozialgericht, L-1-KR-120/17, Pressemitteilung vom 24.08.2017

Abhängig Beschäftigte sind rentenversicherungspflichtig. Wird eine Tätigkeit ausgeübt, die zur Mitgliedschaft in einer berufsständischen Versorgungseinrichtung und einer berufsständischen Kammer verpflichtet, besteht jedoch ein Anspruch auf Befreiung von der Rentenversicherungspflicht. Hiervon ist bei einer tierärztlichen Tätigkeit auszugehen. Dies gilt auch dann, wenn die Tätigkeit in der Pharmaindustrie ausgeübt wird. So entschied das LSG Hessen.


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Zivilrecht




LEXinform 0447016 | Erbrecht

Wirksamkeit eines Nottestaments vor drei Zeugen

Oberlandesgericht Köln, 2-Wx-86/17, Pressemitteilung vom 29.08.2017

Ein Nottestament vor drei Zeugen ist unwirksam, wenn der Sohn der als Alleinerbin eingesetzten Begünstigten daran mitwirkt. So entschied das OLG Köln.


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Wirtschaft




Finanzen





Aktualisierte, neue und gelöschte Förderprogramme von Bund, Land und EU

DATEV Redaktion LEXinform, Übersicht vom 29.08.2017

Die Förderlandschaft in Deutschland und der EU unterliegt einem ständigen Wandel. Eine Übersicht informiert Sie über die zuletzt in LEXinform aktualisierten oder neu aufgenommenen Förderprogramme.


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Unternehmen





Schwacke - Neuwagen-Zulassungen und Prognose 7/2017 – Diesel unter Druck

DATEV Redaktion LEXinform, Pressemitteilung vom 15.08.2017

Ein leichtes Zulassungsplus treibt die Zahl der Neuwagen-Absätze im Juli über die Zweimillionenmarke. Doch der Diesel-Absatz stockt. Quelle: EurotaxSchwacke (Auszug aus dem Schwacke Newsletter)


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Tagged: DATEV LEXinform-Newsletter Ausgabe 35 | September 2017

Redaktion
August 25, 2017
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DATEV LEXinform-Newsletter Ausgabe 34 | August 2017

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August 25, 2017
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DATEV LEXinform-Newsletter Ausgabe 34 | August 2017


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Ausgabe 34 | August 2017

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Inhaltsverzeichnis




Steuern

Anhängige Verfahren

BFH anhängig: Kindergeld, Ausbildungswilligkeit, Untersuchungshaft

BFH anhängig: Zuordnung, Verpflegungsmehraufwand, Polizei, Aussendienst, Erste Tätigkeitsstätte

BFH anhängig: Steuerberatungskosten, Arbeitslohn, Geldwerter Vorteil, Entsendung, Eigenbetriebliches Interesse, Veranlassungszusammenhang, Nettolohnvereinbarung

BFH anhängig: Fristverlängerung, Herstellungsbeginn, Rücklage für Ersatzbeschaffung, Stille Reserven, Reinvestitionsrücklage

BFH anhängig: Zinsen, Darlehen, Verdeckte Gewinnausschüttung, Betrieb gewerblicher Art, Trägerunternehmen

BFH anhängig: Grunderwerbsteuer, Bemessungsgrundlage, Gegenleistung, Miteigentumsanteil, Auseinandersetzung, Grundbesitzwert

BFH anhängig: Zulassung, Steuerbefreiung, Kraftfahrzeugsteuer, Gleichbehandlung, Elektroauto

BFH anhängig: Gewinnerzielungsabsicht, Widerstreitende Steuerfestsetzung, Sachverhalt, Betriebsausgabe, Bescheidänderung, Abzugsverbot

BFH anhängig: Ermäßigter Steuersatz, Regelbesteuerung, Konzert

BFH anhängig: Berichtigung, Vorsteuerabzug, Rechnung

BFH anhängig: Ermäßigter Steuersatz, Nebenleistung, Regelsteuersatz


Bundesfinanzhof

Negative Einkünfte bei Rückkauf einer Sterbegeldversicherung

Aufwendungen für eine künstliche Befruchtung nach der ICSI-Methode als außergewöhnliche Belastungen

Verluste aus der Veräußerung einer fondsgebundenen Lebensversicherung

Aufhebung der Kindergeldfestsetzung in Doppelzahlungsfällen

Übertragung einer § 6b-Rücklage auf eine EU-Betriebsstätte

Vermögensübergabe gegen Versorgungsleistungen: kein Sonderausgabenabzug einer Versorgungsrente bei fortbestehender Geschäftsführerstellung des Vermögensübergebers

Bezeichnung als wesentliche Betriebsgrundlage, Geldeinwurfautomaten als Kassen, Begründungspflicht eines (Un-)Sicherheitszuschlags

Entfallen der Geschäftsgrundlage bei tatsächlicher Verständigung

Pfändung einer Internet-Domain unter Beachtung des Verhältnismäßigkeitsgrundsatzes zulässig


Weitere Meldungen

Bei welchen Mandanten könnte zu prüfen sein, ob eine familiengerechte Wohnung am Beschäftigungsort im Rahmen der doppelten Haushaltsführung anerkannt werden kann?

Kosten privater Pflegekräfte als außergewöhnliche Belastungen




Recht

Arbeit und Soziales

Anästhesist in Klinik ist abhängig beschäftigt und sozialversicherungspflichtig

Kein Anspruch auf Arbeit in Deutschland zu europäischen Sozialversicherungstarifen

Erfolgreiche Verfassungsbeschwerde gegen die Versagung vorläufiger Leistungen für Kosten der Unterkunft und Heizung




Wirtschaft

Branchen

Dt. Sparkassenverlag Branchenreport Fleischereien


Unternehmen

Recherchedienst - SCHUFA - neuer Kooperationspartner für Unternehmensinformationen


Steuern




Anhängige Verfahren




LEXinform 0951401 | Einkommensteuer/Lohnsteuer

BFH anhängig: Kindergeld, Ausbildungswilligkeit, Untersuchungshaft

Bundesfinanzhof, III-R-16/17, Anhängiges Verfahren vom 18.08.2017


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LEXinform 0951414 | Einkommensteuer/Lohnsteuer

BFH anhängig: Zuordnung, Verpflegungsmehraufwand, Polizei, Aussendienst, Erste Tätigkeitsstätte

Bundesfinanzhof, VI-R-27/17, Anhängiges Verfahren vom 18.08.2017


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LEXinform 0951415 | Einkommensteuer/Lohnsteuer

BFH anhängig: Steuerberatungskosten, Arbeitslohn, Geldwerter Vorteil, Entsendung, Eigenbetriebliches Interesse, Veranlassungszusammenhang, Nettolohnvereinbarung

Bundesfinanzhof, VI-R-28/17, Anhängiges Verfahren vom 18.08.2017


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LEXinform 0951425 | Einkommensteuer/Lohnsteuer

BFH anhängig: Fristverlängerung, Herstellungsbeginn, Rücklage für Ersatzbeschaffung, Stille Reserven, Reinvestitionsrücklage

Bundesfinanzhof, X-R-7/17, Anhängiges Verfahren vom 18.08.2017


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LEXinform 0951390 | Körperschaftsteuer

BFH anhängig: Zinsen, Darlehen, Verdeckte Gewinnausschüttung, Betrieb gewerblicher Art, Trägerunternehmen

Bundesfinanzhof, I-R-24/17, Anhängiges Verfahren vom 18.08.2017


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LEXinform 0951395 | Sonstiges Steuerrecht

BFH anhängig: Grunderwerbsteuer, Bemessungsgrundlage, Gegenleistung, Miteigentumsanteil, Auseinandersetzung, Grundbesitzwert

Bundesfinanzhof, II-R-20/17, Anhängiges Verfahren vom 18.08.2017


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LEXinform 0951397 | Sonstiges Steuerrecht

BFH anhängig: Zulassung, Steuerbefreiung, Kraftfahrzeugsteuer, Gleichbehandlung, Elektroauto

Bundesfinanzhof, II-R-23/17, Anhängiges Verfahren vom 18.08.2017


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LEXinform 0951392 | Steuerliches Verfahrensrecht

BFH anhängig: Gewinnerzielungsabsicht, Widerstreitende Steuerfestsetzung, Sachverhalt, Betriebsausgabe, Bescheidänderung, Abzugsverbot

Bundesfinanzhof, I-R-31/17, Anhängiges Verfahren vom 18.08.2017


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LEXinform 0951403 | Umsatzsteuer

BFH anhängig: Ermäßigter Steuersatz, Regelbesteuerung, Konzert

Bundesfinanzhof, V-R-16/17, Anhängiges Verfahren vom 18.08.2017


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LEXinform 0951404 | Umsatzsteuer

BFH anhängig: Berichtigung, Vorsteuerabzug, Rechnung

Bundesfinanzhof, V-R-18/17, Anhängiges Verfahren vom 18.08.2017


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LEXinform 0951407 | Umsatzsteuer

BFH anhängig: Ermäßigter Steuersatz, Nebenleistung, Regelsteuersatz

Bundesfinanzhof, V-R-22/17, Anhängiges Verfahren vom 18.08.2017


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Bundesfinanzhof




LEXinform 0934693 | Einkommensteuer/Lohnsteuer

Negative Einkünfte bei Rückkauf einer Sterbegeldversicherung

Bundesfinanzhof, VIII-R-25/14, Urteil vom 14.03.2017

§ 20 Abs. 1 Nr. 6 Satz 1 EStG in der für das Jahr 2010 geltenden Fassung findet beim Rückkauf einer Sterbegeldversicherung auch auf negative Unterschiedsbeträge zwischen der Versicherungsleistung und der Summe der auf sie entrichteten Beiträge Anwendung.


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LEXinform 0950357 | Einkommensteuer/Lohnsteuer

Aufwendungen für eine künstliche Befruchtung nach der ICSI-Methode als außergewöhnliche Belastungen

Bundesfinanzhof, VI-R-34/15, Urteil vom 17.05.2017

  1. Aufwendungen für eine künstliche Befruchtung können nicht als außergewöhnliche Belastungen nach § 33 EStG abgezogen werden, wenn die Behandlung nach inländischen Maßstäben nicht mit dem ESchG oder anderen Gesetzen vereinbar ist.
  2. Ein Verstoß gegen § 1 Abs. 1 Nr. 5 ESchG liegt nicht vor, wenn zwar mehr als drei Eizellen befruchtet werden, aber lediglich ein oder zwei entwicklungsfähige Embryonen zum Zwecke der Übertragung entstehen sollen und der Behandlung eine vorherige sorgfältige individuelle Prognose zugrunde liegt (sog. deutscher Mittelweg).

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LEXinform 0950604 | Einkommensteuer/Lohnsteuer

Verluste aus der Veräußerung einer fondsgebundenen Lebensversicherung

Bundesfinanzhof, VIII-R-38/15, Urteil vom 14.03.2017

Die mit der Abgeltungsteuer als Schedule eingeführten Besonderheiten der Einkünfte aus Kapitalvermögen (§ 20 EStG) bedingen eine tatsächliche Vermutung der Einkünfteerzielungsabsicht. Sie gilt auch hinsichtlich von Verlusten aus der Veräußerung einer Lebensversicherung.


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LEXinform 0950623 | Einkommensteuer/Lohnsteuer

Aufhebung der Kindergeldfestsetzung in Doppelzahlungsfällen

Bundesfinanzhof, III-R-33/15, Urteil vom 06.04.2017

  1. Hat ein Kindergeldberechtigter Kindergeld von einer Familienkasse der Bundesagentur für Arbeit bezogen und nimmt aufgrund seines Arbeitsverhältnisses im öffentlichen Dienst die Familienkasse des Dienstherrn die Zahlung von Kindergeld auf, kann die nun sachlich unzuständige Familienkasse die Kindergeldfestsetzung nach § 70 Abs. 2 EStG aufheben.
  2. Die fünfjährige Festsetzungsfrist aufgrund leichtfertiger Steuerverkürzung endet nicht, bevor die Verfolgung der Steuerordnungswidrigkeit verjährt; die Verfolgungsverjährung beginnt jedoch erst mit der letztmals zu Unrecht erlangten Kindergeldzahlung (Bestätigung des Senatsurteils vom 26. Juni 2014 III R 21/13, BFHE 247, 102, BStBl II 2015, 886).

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LEXinform 0951128 | Einkommensteuer/Lohnsteuer

Übertragung einer § 6b-Rücklage auf eine EU-Betriebsstätte

Bundesfinanzhof, VI-R-84/14, Urteil vom 22.06.2017

  1. Die Übertragung einer § 6b-Rücklage setzt u.a. voraus, dass die angeschafften oder hergestellten Ersatzwirtschaftsgüter zum Anlagevermögen einer inländischen Betriebsstätte des Steuerpflichtigen gehören (§ 6b Abs. 4 Satz 1 Nr. 3 EStG).
  2. Es ist unionsrechtlich weder zu beanstanden, dass § 6b Abs. 2a EStG i.d.F. des StÄndG 2015 die auf den Veräußerungsgewinn entfallende Steuer nur stundet, noch bestehen gegen den Stundungszeitraum von fünf Jahren Bedenken.
  3. Wurden nach § 6b Abs. 1 Satz 1 EStG begünstigte Wirtschaftsgüter in einem Wirtschaftsjahr vor Inkrafttreten des StÄndG 2015 veräußert und die Steuererklärung vor dem 6. November 2015 bereits abgegeben, genügt ein Stundungsantrag "für" das betreffende Wirtschaftsjahr. Der Steuerpflichtige ist auf Antrag so zu stellen, als habe er Stundung rechtzeitig beantragt.

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LEXinform 0951171 | Einkommensteuer/Lohnsteuer

Vermögensübergabe gegen Versorgungsleistungen: kein Sonderausgabenabzug einer Versorgungsrente bei fortbestehender Geschäftsführerstellung des Vermögensübergebers

Bundesfinanzhof, X-R-35/16, Urteil vom 20.03.2017

Versorgungsrenten sind nur dann als Sonderausgaben nach § 10 Abs. 1 Nr. 1a Satz 2 Buchst. c EStG 2013 (jetzt: § 10 Abs. 1a Nr. 2 Satz 2 Buchst. c EStG) abziehbar, wenn der Übergeber nach der Übertragung der Anteile an einer GmbH nicht mehr Geschäftsführer der Gesellschaft ist.


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LEXinform 0951161 | Einkommensteuer/Lohnsteuer

Bezeichnung als wesentliche Betriebsgrundlage, Geldeinwurfautomaten als Kassen, Begründungspflicht eines (Un-)Sicherheitszuschlags

Bundesfinanzhof, X-R-11/16, Urteil vom 20.03.2017

  1. Wird eine eingeführte Bezeichnung für einen Betrieb nicht mitverkauft, sondern lediglich im Rahmen eines Franchisevertrags zur Nutzung überlassen, sind nicht alle wesentlichen Betriebsgrundlagen übertragen worden; deshalb ist der Gewinn aus der Veräußerung als laufender Gewinn zu besteuern.
  2. Geldspeicher von Geldeinwurfautomaten sind Kassen. Daher ist bei ihrer Leerung der Bestand zu zählen und das Ergebnis aufzuzeichnen, um die Kassensturzfähigkeit zu gewährleisten.
  3. Auch die griffweise Schätzung in Form eines (Un-)Sicherheitszuschlags muss schlüssig, wirtschaftlich möglich und vernünftig sein; deshalb muss das Ergebnis dieser Schätzung vom FG ausreichend begründet und auf seine Plausibilität hin überprüft werden.

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LEXinform 0446994 | Steuerliches Verfahrensrecht

Entfallen der Geschäftsgrundlage bei tatsächlicher Verständigung

Bundesfinanzhof, IX-R-24/15, Pressemitteilung vom 23.08.2017

Der BFH hat entschieden, dass einer tatsächlichen Verständigung keine Bindungswirkung zukommt, wenn ein Umstand, den beide Parteien der Vereinbarung als Geschäftsgrundlage zugrunde gelegt haben, von vornherein gefehlt hat.


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LEXinform 5020367 | Steuerliches Verfahrensrecht

Pfändung einer Internet-Domain unter Beachtung des Verhältnismäßigkeitsgrundsatzes zulässig

Bundesfinanzhof, VII-R-27/15, Urteil vom 20.06.2017

  1. Die Gesamtheit der zwischen dem Inhaber einer Internet-Domain und der jeweiligen Vergabestelle bestehenden schuldrechtlichen Haupt- und Nebenansprüche kann als ein anderes Vermögensrecht nach § 321 Abs. 1 AO Gegenstand einer Pfändung sein.
  2. Die Vergabestelle als Vertragspartner des mit dem Domaininhaber geschlossenen Domainvertrags ist Drittschuldner i.S. des § 309 Abs. 1 AO und damit nach § 316 AO erklärungspflichtig.
  3. Bei der Pfändung der sich aus einem Domainvertrag ergebenden Ansprüche hat die Vollstreckungsbehörde insbesondere in Hinblick auf den Wert und die Verwertbarkeit dieser Ansprüche den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit zu beachten.

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Weitere Meldungen




LEXinform 2300017 | Einkommensteuer/Lohnsteuer

Bei welchen Mandanten könnte zu prüfen sein, ob eine familiengerechte Wohnung am Beschäftigungsort im Rahmen der doppelten Haushaltsführung anerkannt werden kann?

DATEV Redaktion LEXinform, Produktinformation vom 23.08.2017

Den Aufruf dieser aktuellen Auswertung sowie Informationen zum Daten-Analyse-System finden Sie im Dokument 2300017 in LEXinform/Info-Datenbank.


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LEXinform 0653245 | Einkommensteuer/Lohnsteuer

Kosten privater Pflegekräfte als außergewöhnliche Belastungen

Deubner Verlag, Anmerkung vom 22.08.2017

Kosten für private Pflegekräfte können bei einer Heimunterbringung nur als außergewöhnliche Belastungen angesetzt werden, wenn eine Bescheinigung über deren Erforderlichkeit vorliegt.


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Recht




Arbeit und Soziales




LEXinform 0446993 | Sozialrecht

Anästhesist in Klinik ist abhängig beschäftigt und sozialversicherungspflichtig

Hessisches Landessozialgericht, L-1-KR-394/15, Pressemitteilung vom 22.08.2017

Das Hessische Landessozialgericht hat entschieden, dass bei einem im OP-Bereich einer Klinik tätigen Facharzt für Anästhesiologie regelmäßig von einer abhängigen und damit sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung auszugehen ist.


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LEXinform 0446947 | Sozialrecht

Kein Anspruch auf Arbeit in Deutschland zu europäischen Sozialversicherungstarifen

Bundessozialgericht, B-12-KR-19/16-R, Pressemitteilung vom 16.08.2017

Unternehmen aus der Europäischen Union haben grundsätzlich keinen Anspruch auf den Abschluss von Ausnahmevereinbarungen, durch welche die sozialrechtlichen Bestimmungen am Sitz des Unternehmens auch dann für dessen Beschäftigte gelten, die über Jahre hinweg in Deutschland tätig sind. Die Ablehnung einer Vereinbarung ist allerdings gerichtlich überprüfbar. Dies hat das BSG entschieden.


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LEXinform 0446991 | Sozialrecht

Erfolgreiche Verfassungsbeschwerde gegen die Versagung vorläufiger Leistungen für Kosten der Unterkunft und Heizung

Bundesverfassungsgericht, 1-BvR-1910/12, Pressemitteilung vom 22.08.2017

Die Gerichte der Sozialgerichtsbarkeit haben in einstweiligen Rechtsschutzverfahren anhand der Umstände des Einzelfalls zu prüfen, ob tatsächlich die notwendige Eilbedürftigkeit für eine vorläufige Leistungsgewährung vorliegt. Sie können die Eilbedürftigkeit von vorläufigen Leistungen für Kosten der Unterkunft und Heizung deshalb nicht nur pauschal darauf beziehen, ob schon eine Räumungsklage erhoben worden ist. Dies hat das BVerfG entschieden und einer Verfassungsbeschwerde teilweise stattgegeben.


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Wirtschaft




Branchen





Dt. Sparkassenverlag Branchenreport Fleischereien

Deutscher Sparkassen- und Giroverband e. V., Analyse vom 11.08.2017

Der Wirtschaftszweig Fleischverarbeitung konnte seine Umsätze in den letzten Jahren kontinuierlich steigern. Aufgrund des tief greifenden Strukturwandels, den die Branche durchläuft, profitieren hiervon insbesondere große Unternehmen. Probleme bereiten den Fleischereien der Fachkräftemangel, unbefriedigende Bilanzkennziffern, der enorme Wettbewerbsdruck und eine große Abhängigkeit vom Image der eigenen Produkte. Quelle: Deutscher Sparkassen- und Giroverband e. V.


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Unternehmen





Recherchedienst - SCHUFA - neuer Kooperationspartner für Unternehmensinformationen

DATEV-Recherche-Dienst, Produktinformation vom 01.08.2017

Ab sofort haben DATEV-Mitglieder die Möglichkeit, über den DATEV-Recherchedienst Unternehmensinformationen der SCHUFA zu beziehen.


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